Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

h geboten. in bunten du bedacht nden roth⸗ den neuen usgezeichnet ͤt übertriff. ndankbarts m warmen, ih und jung nan von dir il dich auf⸗ ſagen ſie: n So des Guten, dem neuen ngrift/ wie Das macht ih vill eih acht durh de, ſclahen 4 in's Freie Dm Winte

Aus dem Marſtall. 237

Fleck, umgeben von einer doppelten Reihe uralter Kaſtanien⸗ bäume, welche ihre dürren Blätter ſchon faſt alle fallen ließen, und ſo ſah der Platz aus, wie mit einem koloſſalen, grünen Shwal beſpannt, deſſen Bordure das herabfallende Laub gebildet, Gelb in Gelb, Roth, Braun, Violett, die wunderlichſten und ſchönſten Figuren in allen erdenklichen Farben.

Die Bäume vor dem königlichen Marſtall waren ebenfalls entblättert, und die Stallwache, die heute daſaß und in die An⸗ lagen hinausblickte, konnte bis an's äußerſte Ende deſſelben ſehen und bemerkte große Teiche mit Schwanenhäuſern, Statuen, Ge⸗ bäude: lauter Sachen, die ſonſt dem Blick durch die grüne Laub⸗ wand verdeckt waren.

Als wir uns, geneigte Leſer, zum letzten Mal hier befanden, war es noch Frühjahr und dieſelbe Stallwache, auf demſelben Welſchen hatte unterſchiedliche Ahnungen von kühlem Bier und ſaftigen Rettigen. Jetzt aber ſchauerte ſte gelinde zuſammen, wenn ein Windſtoß um die Ecke des Schloſſes kam, und dachte an einen warmen Ofen und an ein Glas Punſch. Ja, die Stall⸗ wache dachte an ein großes Souper, das nächſtens ſtattfinden ſolle mit verſchiedenen Gattungen von Getränken, auf's reich⸗ lichſte verſehen mit ungeheuren Portionen Kutſcherbraten, an⸗ ſehnlichen Schinken, großen Schüſſeln voll Kartoffelſalat, mit Würſten von verſchiedenem Geſchmack und ſehr verſchiedenem Kaliber. Ueberhaupt müſſen wir geſtehen, daß der ganze Marſtall einen feſtlichen Anſtrich hatte; die Strohmatten am Boden waren auf's allerzierlichſte geflochten, die Fenſter blank

geputzt, die Geſchirre wie nach der Schnur aufgehängt, und die Ständer von Tibull und Pluto waren mit Epheukränzen verziert. Anrgelegentlich blickte dieſelbe Stallwache von demſelben Anſicht wie damals nach dem Schloſſe, und wie an jenem traurig denkwürdigen Tage, wo ſie dem zu ſeinen Vätern ver⸗ ſammelten Oberkutſcher Mundels die letzte Ehre erwieſen, kam