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Ein Bürgerball und ſeine Folgen.
Auch über die Züge des nunmehrigen würdigen Meßners flog ein falber Schein von Freude, ein unheimliches Wetter⸗ leuchten des Entzückens, und er fand nicht Worte, ſeinen Dank auszudrücken. Er hörte auch nur mit halbem Ohr, was ihm der Stadtrath von der neuen Kirche ſagte, und empfahl ſich ſo bald wie möglich und gieng ſo nachdenklich ſeines Weges, daß er beim Weggehen nicht einmal Stadtraths Ricke bemerkte, welche ihm freundlicher als ſonſt die Glasthüre öffnete.
Der Steinmann ſchien mit ſeiner Ernennung in der Taſche augenblicklich den Polizeibeamten ausgezogen zu haben; wenig⸗ ſtens gieng er auf der Straße theilnahmlos bei einigen Buben vorbei, die in ernſtlichem Streit mit einer Obſthändlerin begriffen waren, er ſah eine Droſchke auf der Straße dahingaloppiren, ohne ſte anzurufen oder ſich die Nummer zu merken, ja, er be⸗ merkte mehrere Cigarrenraucher und ſtellte ſte nicht zur Rede.
Es war aber nicht die Freude über ſeine Ernennung, welche ihn ſo nachdenklich machte; denn er wünſchte im jetzigen Augen⸗ blicke, die Stelle eines Meßners nicht ambitionirt zu haben, ja er wollte, ſie wäre nicht erfolgt, und er harmloſer Polizeiſoldat geblieben. Ihm graute vor der Kirche, und wenn es auch bei ihm lag, ein anderes Leben anzufangen, ſo war es ihm doch nicht möglich, das Andenken an vergangene Tage zu verwiſchen. Doch dauerten dieſe de⸗ und wehmüthigen Betrachtungen nicht gar zu lange, und als er ſich den Zorn der vielen durchgefalle⸗ nen Aſpiranten auf dieſe Stelle lebhaft vorſtellte, ſo blinzelte ſein eines Auge freundlicher und er ſchritt wieder erhobenen Hauptes dahin. Eilig nahm er ſeinen Weg nach dem Stadt⸗ graben, verſchwand hinter dem Hauſe, in welchem die Jungfer Kiliane wohnte, drückte ſich an den Häuſern in den engen Gäß⸗ chen hin und eilte ſchnell durch die Hinterthüre der Holzſtälle über die Treppe hinauf in die Wohnung der Frau Müller.
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