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Ein Zürgerball und ſeine Folgen.
eifrigſt bemühten, den verdienten Applaus der liebenswürdigen
Tänzerin zu ſpenden.— Doch genug für heute! Nur noch ein Wort zum Publikum, von dem eine nicht geringe Anzahl in jener, leider bekannten, ſchlafmützenartigen Indolenz von An⸗ fang bis zu Ende daſaß, die herrliche Muſik über ſich ergehen laſſend, wie der Hund einen kalten Regenguß. Liebes Publikum, wir bemerken mit Schmerz, daß wieder ſehr viel geplaudert wird und daß wieder außerordentlich viel Aepfel verſpeist wer⸗ den. Beides iſt ſehr ſtörend, aber am allerſtörendſten iſt und bleibt es jedenfalls, daß ein hoher Adel und verehrungswürdiges Publikum es nicht erwarten kann und ruhig ſitzen bleiben, bis der Vorhang am Schluß des letzten Aktes fällt. Dieß Auf⸗ ſtehen, Scharren, Sichbewegen, iſt ein Raub an dem wahren Muſikfreund, der ſein Geld doch bezahlt hat, um das ganze Stück zu genießen. Wird man dieſe Unanſtändigkeit nicht end⸗ lich einſehen lernen, glaubt man vielleicht, das Nachteſſen könne nicht noch einen Augenblick länger warten, oder glaubt man vielleicht, Dichter und Componiſt hätten ihre Stücke ſo einge⸗ richtet, daß es erbaulich ſei, den Schluß derſelben durch unaus⸗ ſtehlichen Spektakel accompagnirt zu ſehen?“
Hiemit endete der Doktor ſeine Vorleſung, ſetzte ſich in ſeinen Stuhl und legte das Blatt auf den Tiſch.
Der Herr Dubel war ſichtlich ergriffen von der Größe ſeines Freundes, der ſogar im Stande, ſeine Artikel prophetiſch abzufaſſen, und der obendrein that, als ſeien derartige Arbeiten gar nichts Beſonderes. Er machte ihm einige ſchüchterne Com⸗ plimente hierüber und meinte, es ſei wohl eben ſo ſchwer, ſolche Artikel zu verfaſſen, wie auf die Entgegnungen, die doch zuweilen folgen würden, gehörig zu antworten.
Der Doktor ſtreckte ſich auf ſeinem Stuhle aus, ſteckte
ſeine Hände in die Hoſentaſchen, gähnte höchſt gleichgültig und
meinte: auf Erwiderungen müſſe man ſich gar nicht einlaſſen;


