Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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36 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

ches durch den Herrn A. leidet? muß ſich nicht auch ein trefflicher Sänger, ein großer Künſtler,— dieſen Namen können wir dem Herrn B.(Bertram) mit voller Wahrheit zuerkennen,— nicht ſehr gedrückt fühlen, wenn er von Herrn A., Robert, durchaus nicht unterſtützt wird, ja beſtändig gehindert? Und trotz allem dem, wie führte Herr B. ſeine Parthie durch? wie groß war er namentlich im dritten Akte, wo er ſich gehoben

fühlte durch unſere Nachtigall, die liebliche Blume der Norman⸗

die, durch Fräulein C. als Alice. Doch das Schickſal iſt gerecht, und wie ſich das Schöne, Würdige findet, ſo findet ſich auch das Häßliche und Unbedeutende, deßhalb erhält auch der Herr Robert am Schluß die Hand der Iſabella, der Madame D. und ein würdigeres Paar im Unbedeutenden iſt nicht leicht zu finden. Wäre das große Duett im vierten Akt zu ruiniren, ſo würde es Madame D. unbedingt ruinirt haben, aber iſt es zu glauben? ———— ſie wurde ſogar applaudirt!“—

„Aber woher wiſſen Sie das?“ fragte der Schneider.

„Dieſe Arie wird immer applaudirt,“ ſagte der Doktor ruhig und fuhr fort:

„O ja, es iſt zu glauben; außer denjenigen, welche dieſe ſchöne Perle aus dem Diadem des großen Meiſters bewundernd anerkannten, gibt es in unſerem Theater eine gewiſſe Anzahl

bekannter junger Leute, welche durch unanſtändiges Händeklat⸗

ſchen gegen alles Schöne eine unwürdige Oppoſttion machen und für alles Unſchöne ſchwärmen. Sollte man es z. B. glau⸗ ben, daß unſere reizende, vortreffliche Künſtlerin, unſere Syl⸗ vide, Demoiſelle Pauline, einer der Glanzpunkte unſers Ballets, kaum beachtet wurde, als ſie ſo graziös und meiſterhaft den

ungelenken Robert dazu vermocht, den Cypreſſenzweig zu rauben? So betrübend das für uns und alle Kunſtkenner war, ſo dank⸗ bar müſſen wir im Namen der Künſtlerin die Bemühungen einiger anderer ſehr gebildeter Jünglinge anerkennen, welche ſich

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