Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Ein Bürgerball und ſeine Folgen. 31

Geſchäft iſt faſt ruinirt, weil ſie nicht mehr dabei iſt.“— Dieß ſagte er mit einem großen Seufzer.

„Freilich, freilich!“ murmelte der Andere,„ſie hat uns viel genützt und ihre Flucht iſt uns ein großer Schaden.“

„Auch könnte ſie uns verrathen,“ meinte der Andere.

„O unbeſorgt!“ entgegnete der Erſte,„die Alte iſt hart wie Fels und das Mädel weiß wenig von unſern Geſchichten— wenn es mir nur nicht immer vorſchwebte, als ſei ich den Beiden an dem Abend ſelbſt, wo ſie davon liefen, auf der Straße be⸗ gegnet. Wenn dem ſo iſt, möchte ich mir den Kopf einrennen! Aber ich werde ſie wieder bekommen, dafür ſtehe ich Euch; ich habe ſchon an ein paar gute Bekannte geſchrieben, und ſo wie man mir Nachrichten von den Beiden gibt, ſetze ich ihnen ſelbſt nach und laſſe ſie irgendwo als gefährliche Landſtreicherinnen arretiren.“

„Bravo, Gevatter!“

„„Wie ſteht's aber mit der anderen Sache?“ fragte die erſte Stimme;„habt Ihr was ausgedacht, wie wir den hochmüthigen Kerl ruiniren?““

„Laßt mich nur machen!“ lachte der Andere;„wir haben ein herrliches Plänchen und das kann nicht fehlſchlagen.“

Jetzt verloren ſich die Stimmen der beiden Sprechenden in's Innere der Wohnung, und der Schneider, welcher weiter nichts hörte, auch genug hatte, um ſich allerlei Gedanken darüber zu machen, indem er die Stimme des Herrn Steinmann erkannt hatte und ſich wohl erinnerte, wie ihm die alte Kiliane heute Nachmittag geſagt, Niemand als die ſchlechte Perſon im Hinter⸗ hauſe, die auch mit ihrer Tochter bereits davon gelaufen ſei, habe ihr das Geld geſtohlen.

Nachdenkend ſchlenderte der Schneider durch die Straßen weiter, und da er keinen Zweck hatte, der ihn da⸗ oder dorthin

„