Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

höheren, und wenn ich auch in meinen Gedanken keck dort hin⸗ zureiſen im SSSS⸗tande bin, ſo können es doch meine äußern Verhältniſſe nicht. Um nun dieſe glänzend umzugeſſſſ⸗talten, bieten Sie, ein reiches, unabhängiges Mädchen, Alles auf, was Sie beſitzen— o, wie ſind Sie ſo edel, Eliſe!“

Die Dame ſtarrte noch immer zum Himmel empor und ſah bei den letzten Worten, die er ſprach, auf den Herrn Dubel mit einem Ausdrucke, der zu ſagen ſchien: ſie verſtehe ihn nicht ganz.

„Die Mitwelt wird Sie preiſen, Eliſe,“ fuhr der junge Mann fort,„Sie werden hoch daſſſſ⸗tehen bei Ihren Bekannten; Sie lernen mich durch einen eigenthümlichen Zufall kennen, Ihr Herz bebt nicht zurück, als Sie erfahren, daß ich nur ein Schnei⸗ der bin— edles Mädchen, nein! Sie bewilligen mir ſogar Ihre Liebe, Sie bieten mir Ihr Herz, Ihre Hand.“

„Meine Hand?“ ſagte zweifelnd die Honoratiorentochter; „ich hätte Ihnen meine Hand geben ſollen?“— Sie rückte ein wenig auf die Seite und ſah den Herrn Dubel mit einem ſonder⸗ baren Blick an.

„Können Sie noch fragen? O, Sie verſſſſ⸗tellen ſich, edles Weſen, ſprechen Sie es aus, daß Sie mich zu ſich empor heben wollen, daß Sie mich durch eine Heirath...“

„Durch eine Heirath?“ kreiſchte die Dame und fuhr er⸗ ſchrocken zurück;„ich ſoll Sie heirathen? Sie ſollten mich hei⸗ rathen? O mein Herr,“ ſagte ſie mit einiger Entrüſtung,„wer hat Ihnen ſo etwas weis gemacht?“

„Wie, mein Fräulein!“ entgegnete der Herr Dubel ziem⸗ lich überraſcht,„Sie geſſſſetanden mir nicht Ihre Liebe, Sie

wollten mich nicht durch den Beſitz Ihrer Hand glücklich machen?“