Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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werden wir ſoupiren! und iſt unendlich froh, wenn ich meinen Hut nehme und ihr verſichere, daß eine kleine Geſellſchaft guter Freunde, der ich verſprochen, noch zu kommen, mir nicht erlaube, dieſe Auszeichnung anzunehmen, und ich mich deßhalb bis näch⸗ ſtens zu Gnaden empfehlen müſſe. Aber verzeih', geliebte Anna, fuhr der junge Mann fort, nachdem er gezeigt mit welch' tiefem Compliment er ſich alsdann beurlaube,verzeih' mir, du gehörſt ja auch zu jenen vornehmen Leuten, zu der ſogenannten Geſellſchaft

Das Mädchen hatte luſtig in die Hände geklatſcht und ent⸗ gegnete geſchwinde:ich als Dame des Hauſes würde ſagen: Monsieur Charles, geben Sie mir Ihren Arm, dort neben jener alten Fürſtin und jener dicken Gräfin iſt ein Platz für Sie, ich will jene beiden Damen ehren.

Das würdeſt du allerdings thun, theures Mädchen, ſagte der junge Muſiker;wenigſtens haſt du in dieſen beſchei⸗ denen Zimmern den guten Willen, es zu thun; ob ſich aber

u Herz nicht ändert, wenn du das ſtille Leben, das du in ieſiger Stadt führſt, wieder verlaſſen mußt, um in deine Salons zurück zu kehren? Aber, meine Anna, ich glaube das nicht, du biſt ein herrliches Geſchöpf, voll Gluth für alles Schöne, voll Poeſte, du allein biſt im Stande, meinen Widerwillen gegen dieſe höhere Geſellſchaft zu überwinden, du ſelbſt dieſer höhe⸗ ren Geſellſchaft angehör tend, die'dabei den armen Künſtler liebt, der nichts hat, als i den redlichen Willen, etwas Großes zu ſchaffen und ſich einen zu machen.

O Charles, mein Freund, ſagte das Mädchen plötzlich ſehr ernſt werdend und nahm eine ſeiner Hände zwiſchen die ihrigen,o ſprich nicht ſo mit mir! du biſt dir deines großen Talentes bewußt und in deinem Geiſte liegt eine große glän⸗ zende Zukunft; du wirſt dich empor ſchwingen, du wirſt dir einen

Namen machen, du wirſt gefeiert daſtehen aber ich..