Zweiundzwanzigſtes Kapitel.
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und wo ich nachher meinen Hut nehme und mich ſtolz wie ein König entferne!— O, nein! das geht hier nicht,— man iſt ein Mittelding zwiſchen eingeladenem Gaſt und Bedienten, wenigſtens der, der es ſich gefallen läßt. Und wenn man ab⸗ geſungen und abgeſpielt hat, wenn man von Leuten, die von der Kunſt nicht ſo viel verſtehen, wie mein Handſchuh, ein Dutzend Mal: Göttlich!— Charmant!— Bezaubernd! ge⸗ hört hat, ſo ſoll es vergekommen ſein, daß der Bediente, wäh⸗ rend die Geſellſchaft zum Souper gieng, dem Künſtler ein Glas Wein und ein paar Butterbrode mit vielſagendem Blick auf das Clavier geſtellt— das ſoll vorgekommen ſein, ich habe mich freilich kluger Weiſe immer gehütet, ſo was zu erleben.“
Der junge Mann hatte dieß halb luſtig, halb zornig von ſich gegeben und rannte dabei unter dem Lachen des gänzlich verwandelten Mädchens im Zimmer auf und ab, um die Ord⸗ nung unter Mobilien und Geräthſchaften wieder etwas herzuſtellen, vermehrte aber durch den Eifer, in welchen er gerathen war, die Unordnung bedeutend, indem er unter anderem das Kaffee⸗ geſchirr auf ein Blumenbrett vor's Fenſter ſetzte und Halsbinde und Handſchuhe in den Papierkorb warf.
„Nein, das iſt arg! Charles, laß' das Aufräumen nur ſein, ich will es gleich beſorgen. Aber wie kann man ſich über ſo eine Soiree ſo ereifern?⸗
„Nun,“ ſagte der junge Mann,„wer ſich über dergleichen unwürdige Geſchichten nicht ereifert, der iſt kein Mann, oder wenigſtens kein Künſtler. Ich freilich habe es nie bis zu einer Demüthigung kommen laſſen, und wenn n in einem Muſtk⸗ ſtücke ſo ein rothnaſtger Bedienter meldet, daß das Souper ſervirt ſei, ſo mache ich augenblicklich meinen Schluß, denn ich weiß, daß alsdann doch das Bischen Aufmerkſamkeit für uns vorbei iſt und ſich den gedeckten Tiſchen zuwendet. Die Dame. des Hauſes ſagt mir mit einem ſauer⸗ſüßen Geſichte: Sogleich
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