Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Dort, mein Herr, ſagte ſte,um bei Ihrem Hand⸗ werkszeug anzufangen, ſteht auf dem Clavier eine Kaffeetaſſe, die Zuckerdoſe auf der Fenſterbank und die Kanne hiezu auf dem Ofen.

Aber das iſt keine Unordnung, mein Herz! ſagte der junge Mann;am Clavier habe ich aus der Taſſe getrunken, auf der Fenſterbank ſteht mein Vogelbauer, ich habe deinem Vogel Zucker gegeben, und die Kanne habe ich auf den Ofen geſtellt, damit ſte warm bleiben ſolle.

Richtig! auf den kalten Ofen, damit ſie warm bleiben ſolle! Dort auf dem Violinkaſten liegt eine weiße Halsbinde und maleriſch über jene Pfeife gehängt ein paar hellgelbe Glage⸗Handſchuhe. Pfui, mein Herr! Waren dieſelben geſtern Abend in einer Soiree?

Leider! entgegnete der junge Mann;leider muß ich ſagen, denn ich fühle mich in dieſen Cirkeln entſetzlich unbehag⸗ lich. Weßhalb werden wir armen Künſtler auch eingeladen?

Um unſer ſelbſt willen, um unſerer Kunſt willen? Gott bewahre! ſondern nur um das, was wir gerade zum Tödten der Zeit zu leiſten vermögen oder leiſten wollen..... Ich

wollte dieſen Leuten ja gern den ganzen Abend vorſpielen, wenn ich nur nicht wüßte, daß meine Leiſtung von der Dame des Hauſes ſchon vorher genau aufgerechnet iſt von Acht bis halb Neun Converſation, natürlich nicht mit mir, man be⸗ ſchäftigt mich mit Ausſuchen von Noten an dem Flügel, um der Geſellſchaft gleich zu ſagen, wer ich eigentlich bin, ſte zu warnen

vor mir, einem ker, einem Paria alſo von halb Neun

bis Neun ſingt der Herr X. eine Arie, dann ſpiele ich, und ſo weiter. Und wenn dergleichen muſikaliſche Quälereien nur groß⸗ artig betrieben würden, wie z. B. bei den Engländern, wo man eben ſo gut weiß und ausgemacht hat, was mein Spiel koſten wird, wie die Gänſeleberpaſteten und die Auſtern des Souper,