Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Unter dem Stadtgraben. 331

da ſagte. 4 1 7

woiig holen: ſchützt mich vor jenem Menſchen, oder es gibt ein furcht⸗

nt, tif bares Unglück!

en thatIch muß deine Worte ertragen, entgegnete leiſe die

air nicht Frau, vobgleich ſie nicht ganz gerecht ſind; was hätte ich bei⸗

gerl mir unſerer Armuth thun ſollen, nachdem dein unglückſeliger Vater geſtorben?

thut de Ar, Mutter!

omit hätte ich dich erziehen ſollen? fuhr die Frau fort, ohne jene Antwort zu beachten;mußte ich nicht alle Mittel er⸗

ſtet Ihr greifen, um 3 N um 9. 64; enn IhrMich erziehen zu laſſen! lachte das Mädchen.Eine

können,/

her nicht vortreffliche Erziehung, die Ihr mir gegeben! Ja, Ihr habt mich als mich erzogen, daß ſich Gott erbarm! zu einer.. hren, dhinzui 1 Statt dieſes entſetzliche Wort auszuſprachen, ſchlug ſie ſich füſternd f ſelbſt mit ihren Händen wie wahnſinnig in's Geſicht.

den, wie

Es entſtand eine längere Pauſe, dann fuhr das Mädchen,

e 2

uge das mühſam mit ſich gekämpft, fort zu ſprechen:als der Vater

noch lebte, Mutter, da war es ſchlimm und doch golden gegen 4

3 jetzt. Wohl erinnere ich mich aus meiner Kindheit einer glück⸗ 4

s Mid⸗ licheren Zeit, aber ſie liegt ſo fern und war ſo kurz, daß ich oft f glaube, ich habe ſte nur geträumt. Dann, Mutter, kam das 4

indern; Unglück in unſer Haus, und damals wußte ich nur ſo ſagtet 8

Ihr mir freilich, wenn Ihr mir des Morgens ſtatt des Frühſtücks

d gegen ein Stück Schwarzbrod gabt, dann ſagtet Ihr: Sieh' Kind, an

ſie ge⸗ 4 1 all' unſerem Unglück iſt dein Vater ſchuld! Und wenn ich fragte: 1 uthe iſt Wie, Mutter? dann gabt Ihr mir zur Antwort: das Geld, von 1 Wie dem wir einen ganzen Tag leben könnten, vertrinkt dein Vater 3 ictwärts Abends im Wirthshauſe; und das war die Wahrheit, denn ſo j Gott! jung ich war, ſo bemerkte ich doch, wie der Vater Abends be⸗ rieder⸗ rauſcht nach Hauſe kam und zitterte, wenn er kam, und ſchlug