Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Unter dem Stadtgraben. 327 . 1 Ihr verſprochen, auch halten könnt? Mir iſt alles das gleich, jetzt muß ich hinunter, aber ſorgt nur dafür, daß ich eine offene Thüre finde.

Die Frau ſtieß ſtatt aller Antwort einen tiefen Seufzer aus, und der Steinmann gieng mit den beiden Soldaten wieder die Treppe hinab und verkündigte den unten Harrenden, daß er auch dort oben nichts gefunden.

Es herrſchte unter den Einwohnern des Vordergebäudes ein wirres Durcheinanderſprechen, ein Berathſchlagen über ähn⸗ liche Fälle, wenn ſie wieder vorkämen, und es wurden Ver⸗ muthungen aller Art Preis gegeben über den frechen Dieb und ob er entkommen ſei oder trotz des Nachſuchens ſich noch irgendwo im Hauſe verſteckt befinde. Die Mehrzahl des weiblichen Theils neigte ſich letzterer Anſicht zu und drang mit Bitten in die Män⸗ ner, doch ja für die heutige Nacht eine Wache zu beſtellen, wozu ſich auch die Männer bereit erklärten und den Stadtſoldaten Steinmann unter dem Verſprechen einer anſtändigen Belohnung ebenfalls erſuchten, von der Parthie zu ſein. Letzterem ſchien die Idee des Wachehaltens nicht ganz unerwünſcht zu kommen und er ſtimmte bei und ſetzte hinzu:wenn der Kerl irgendwo im Hauſe noch verſteckt iſt, ſo kann er ſeinen Weg nur hinten hinaus nehmen, weßhalb es, glaube ich, das Beſte iſt, wenn ich da oben die Bewohner des Hinterhauſes erſuche, mir bis zum Morgen einen Platz in ihrem Zimmer zu bewilligen.

Gegen dieſen Vorſchlag aber erklärten ſich Viele, nament⸗ lich der alte Herr, der vorhin in Lebensgefahr geſchwebt hatte; er ſchwor mehrere Eide, es ſei viel zweckmäßiger, das Vorder⸗ haus zu bewachen und allenfalls eine Patrouille in den Hof gehen zu laſſen, als das Hinterhaus polizeilich zu beſetzen; er ſei zu ſehr alterirt und müſſe eingeſtehen, daß er heute Nacht nicht im Stande ſei, allein in ſeinem Zimmer auszuhalten; auch