24 Drittes Kapitel.
deſſelben anzugeben und hinzuzuſetzen, auf welch boshafte und ſcheußliche Weiſe der Stadtſoldat ihnen ihre Entlaſſung mitgetheilt.
Die Waſchfrau ſtemmte den Arm in die Seite, und die beiden Dienſtmädchen hinter ihr thaten das Gleiche, es gehörte ihr ganzes Anſehen dazu, die keifenden und lärmenden Weiber zu vermögen, ihr Maul zu halten, nachdem ſie, wie eine Schaar
Gänſe durcheinander ſchreiend, ihre Anklage alle zuſammen be⸗
kräftigt hatten.
Jetzt aber ſchwiegen ſie mit Einemmal und hoben ihre M⸗ ternen in die Höhe, um aus den Geſichtszügen der Frau Welſcher zu erfahren, ob ſie aus denſelben eine Hoffnung ſchöpfen könnten; natürlicher Weiſe war dem nicht ſo, die Waſchfrau ſchüttelte den Kopf und ſagte:„Seht, Ihr Weiber, da iſt nichts zu machen, der Stadtrath iſt in ſeinem Recht; er hat Euch angenommen, um die Straßenlaternen anzuzünden und jetzt, da keine mehr anzu⸗ zünden ſind, wenigſtens nicht in der Art wie früher, entläßt er Euch und hat ſein vollkommenes Recht dazu.“
Ein tiefer Seufzer war die Antwort auf dieſe Entſcheidung, und die Weiber waren von dieſem Augenblick an ſo hoffnungs⸗ los, als hätte der oberſte Gerichtshof des Landes dieſen Ausſpruch gethan.
„Ihr könnt nichts thun,“ fuhr die Frau fort,„als Euch an die Gnade des Rathes wenden, um irgend ein anderes Aemt⸗ chen zu erhalten; leider habt Ihr keine Ausſicht, mit dieſem Ge⸗ ſuch von Eurem Aufſeher, dieſem Menſchen da, unterſtützt zu werden; doch Gott iſt barmherzig, und wenn ich einer von Euch mit meinem beſonderen Rathe dienen kann, ſo wißt Ihr alle, wo ich wohne. Ihr aber“, wandte ſie ſich zum Stadtſoldaten,„ſolltet Euch in Eure Seele hineinſchämen, dieſe armen Weiber, die mit
dem erbärmlichen Lohne oft noch Mann und Kinder ernähren
mußten, zu verhöhnen und ihren Abſchied ſauer zu machen.“ „Vor wem ſoll ich mich ſchämen?“ grinzte der Steinmann, „vor Euch vielleicht?“
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