Teil eines Werkes 
7. Bd. (1860)
Entstehung
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Dann wollte er nach Schloß Salem fahren und den Gra fen dort begrüßen— oder nicht eher weichen, bis er ihn ge— ſprochen, ihm— er hoffte es— Vertrauen abgewonnen hätte...

Um halb zehn Uhr erhielt er einen Brief vom Grafen

ſelbſt... Er war datirt aus der Stadt und vom früheſten Morgen... Man hatte den Brief zurückbehalten, bis

Bonaventura ſein Zimmer öffnete...

„Hochwürdigſter Herr Domkapitular!“ lautete er. „Noch immer iſt es mir nicht möglich geweſen, in der Stadt Ihren Beſuch zu empfangen und zu erwidern, da ich durch vielfache Geſchäfte an meinen Landaufent⸗ halt gebunden bin. Geſtern Abend bin ich von Schloß Salem hereingekommen und zwar auf Grund eines Briefes, den ich von Herrn von Terſchka aus London erhielt. Er wiederholt die Behauptung, daß die Urkunde, die un— ſere Linie um Hoffnungen betrog, die Jahrhunderte alt ſind, eine gefälſchte iſt. Er verwies mich ausdrücklich auf eine gewiſſe Lucinde Schwarz, mit der ich mich über dieſe Angelegenheit verſtändigen ſollte. Sie wäre, wie er gehört hätte, jetzt in Wien und ſtünde zum Herrn Oberprocurator Dr. Nück in Beziehungen der größten Intimität. Die Ehre und der Beſtand meines Hauſes ſtehen auf dem Spiele. Ich erkundigte mich noch geſtern Abend nach dieſer Dame und fand ſie in der That hier anweſend. Ich ſprach ſie. Ich will jedes Aufſehen mei⸗

den, aber ich muß die Dame durch meine Mittheilun⸗

gen für ſichtlich in Verlegenheit geſetzt erklären. Wenn ich nicht ſofort gegen ſie einſchreite, ſo iſt es, weil mich eine außerordentliche Aehnlichkeit derſelben mit einem We⸗