Teil eines Werkes 
6. Bd. (1860)
Entstehung
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Was iſt dem Mädchen? riefen alle— außer Bona⸗ ventura und Paula...

Monika verſtand allmählich auch das beharrliche und auffallende Schweigen beider und ſagte, ſich in ihren Vor⸗ ſtellungen Licht ſuchend:

Welch ein Wahn?...

Sie ſah purpurroth vor Bonaventura nieder und ge⸗ dachte nun beſchämt ihrer Beichte...

Die Tante kannte Terſchka's Neigung für ihre Schweſter. Aber ihrer Verlegenheit half die Nachwirkung des Schreckens über Terſchka. Von allem Unangenehmen gleich zur Ab⸗ wehr geſtimmt, hatte ſie das Bedürfniß des Polterns...

Sie iſt eine Närrin!... rief ſie Armgart nach...

Bald aber ſtockte auch ihre Rede— voll Grauen über die Verſtellungskunſt, deren Zeuge ſie hier einen Winter über geweſen waren...

Der Onkel gab ſich offener. Er verweilte mit un⸗ ausgeſetztem Erſtaunen bei der Mittheilung des Dom⸗ herrn und fand ſie für die Enthüllung römiſcher Zu⸗ ſtände außerordentlich...

Armgart's Platz blieb leer... Man aß und ſuchte in zerſtreuendem Geſpräch Faſſung zu gewinnen... Was ſtören und die eben gewonnene Einheit trüben konnte, wurde vermieden... Levinus rügte nichts am Bruder, die Tante nichts an ihrer Schweſter... Da⸗ für behielten Ulrich und Monika für ſich, was beide tiefſchmerzlich von Rom, ſeinem Bau, ſeinem Bann über die Welt empfanden...

Bonaventura und Paula empfanden alles das nicht minder...