Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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VI

einer jener ſpaniſchen Infanten, die auf fürſtlichen Familienbildern Tizian malte, führte das Symbol der Kirche an einem rothen Gängelbande.

Und dennoch iſt der Streit der Welfen und Ghibellinen noch unbeendet!

Unausgefüllt die Kluft der deutſchen Einheit und der lateiniſchen und germaniſchen Welt überhaupt!

Diejenigen Cabinete kennen wir, denen wenig da⸗ mit gedient geweſen, als dieSchlacht von Bronzell nur eine traurige Caricatur wurde!

Wir haben die Liga, haben die Union! Was verbürgt uns, daß nicht das Vaterland eine zweite Schlacht von Mühlberg erlebt, die einſt gefahrvollſte Stunde unſerer Geſchichte... Nur ſelbſtverſtänd⸗ lich wird der Kaiſer, der beruhigend den knieenden Fürſten zuruft:Nicht Kopf abe! kein Spa⸗ nier ſein.

Das alte blut- und thränenreiche deutſche Ver⸗ mächtniß, die Spaltung in Süd und Nord, kann noch immer die Breſche werden, über welche hinweg unſere Heiligthümer, Sprache, Bildung, Nationalität, Volkswohl, im Völkerſturm genommen werden, und früher oder ſpäter iſt die Stunde da, wo entſchie⸗ den wird, ob die Welt den Slawen, Celto-Romanen oder Germanen gehört.

Die nachfolgende Dichtung will, ſoweit dem Worte eine Wirkung zukommen kann, beitragen helfen die vaterländiſche Einheit n

ördern. Sie will war⸗