Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Auf ſeiner Harzesfeſte jubelte Heinrich der Löwe, als Friedrich Barbaroſſa, wie ſchon einmal vor ihm ſelbſt in Chiavenna, ſo in Venedig vor Alexander dem Dritten die Kniee beugte und der Stellvertreter Chriſti die Worte der Schrift über den gedemüthigten Kaiſer ſprechen durfte:Ueber Nattern und Vipern will ich deine Schritte führen!

Jetzt freilich, und in dieſem Jahre erſt, ſah der Verfaſſer einen erlauchten ritterlichen Prinzen des öſterreichiſchen Kaiſerhauſes unter demſelben Balda⸗ chin, der des Patriarchen Haupt bedeckte, in Venedig friedlich dahinſchreiten am Tage des Fronleichnam. Die ſchmetternden Klänge der Hörner, Poſaunen und Ophikleiden der deutſchen Regimenter hallten an den Wänden des Marcusplatzes wider. Schlachten⸗ gebräunte Generale, den Hut unterm Arm, folgten dem Zuge, den ein weißes, vor wenig Tagen ge⸗ worfenes Lamm, mit rothen und blauen Bändern geſchmückt, eröffnet hatte. Ein blonder Knabe in weißen, ſchleifenbeſetzten Atlasſchuhen, angethan wie