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doch habe ich den Muth nicht, es Ihnen zu rathen. Warum ſollten wir die wenigen gluͤcklichen Tage, die der Himmel uns gewaͤhrt, mit Gewalt zuruͤckweiſen? Wird es nicht noch immer Zeit genug ſeyn, ſich dem Schickſale zu unterwerfen, wenn Athenais ſich foͤrmlich wird erklaͤrt, und hoͤhere Befehle uͤber Sie verfuͤgt haben werden? Dann werden Sie die vereinten Kraͤfte Ihres Geiſtes und Ihres Herzens aufbieten, um dies großmuͤthige Opfer zu vollenden, und das heilige Ge⸗ fuͤhl der Pflicht wird Sie, bei dem eben ſo traurigen, als ehrenvollen Sieg uͤber ſich ſelbſt, maͤchtig unter⸗ ſtuͤten. Aber jetzt, da es noch von Ihnen abhaͤngt, einige kurze Augenblicke bei uns zu verleben, wollen wir verſuchen, zu vergeſſen, daß wir uns bald von einander trennen muͤſſen.“
Waͤhrend dieſer Unterhaltung ſaß die trauernde Athenais wie vernichtet noch immer unter dem Baume, wo der Prinz ſie verlaſſen hatte, und wurde aus ihrer tiefen Niedergeſchlagenheit erſt durch das Geraͤuſch ſich ihr naͤhernder Schritte geriſſen. Es waren Werner und Schlegel. Bei ihrer Annaͤherung ſtand Athenais ſogleich mit der Aeßerung auf, daß ſie einen langen Spaziergang gemacht habe, und ſehr ermuͤdet ſey. Herr von Schlegel erwiederte, man ſaͤhe es ihr wohl an, ſie ſey ganz blaß und veraͤndert. Unter ſeinen zahl⸗


