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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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ſchaͤdigen, und ſo hoffe ich, daß einſt Ruhe und Zu⸗ friedenheit wieder bei Ihnen einkehren werden.

Ich fuͤr meinen Theil mag nichts auf Koſten ei⸗ ner Liebe hoffen, deren Endſchaft voraus zu ſehen nur ſchrecklich ſeyn wuͤrde.

Die Unterhaltung dauerte geraume Zeit in dieſem Sinne fort. Endlich mußte man ſich entſchließen auf das Schloß zuruͤckzukehren. Der Weg aus der Ein⸗ ſiedelei fuͤhrte vor der Kirche vorbei. Athenais aͤußerte den Wunſch fuͤr einen Augenblick hineinzugehen, und der Prinz ſagte ihr, daß er ſie zehn Schritte davon unter einem Baume erwarten wolle. Athenais trat in die Kirche, und der Prinz, welcher bemerkte, daß ſie die Thuͤre halb offen ließ, naͤherte ſich ſachte, und beobachtete ſie, ohne daß ſie es merkte, durch die halb geoͤffnete Thuͤre. Er ſahe ſie dem Grabe des Einſied⸗ lers ſich naͤhern, niederknien, und mit Inbrunſt beten. Nie hatte ſie ihn ſo ſchoͤn geſchienen, als in dieſem Au⸗ genblicke.

Nein, ſagte er, ihre Empfindungen ſind zu rein, als daß ſie Gott bitten koͤnnte, ſie aus ihrem Herzen

zu vertilgen.... Sie betet fuͤr mein Gluͤck, und das Flehen dieſer Engelsſeele wird gehoͤrt werden. Scheint es mir doch ſchon als ob ihr Gebet den furchtbaren Sturm meines Herzens beruhige...