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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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ſchloß ſie ſich, einen Spaziergang außerhalb des Schloſſes zu machen.

In einem kleinen Hoͤlzchen, nahe am Schloſſe, befand ſich eine kleine katholiſche Kapelle, welche vor vierzig Jahren, mit Genehmigung der Behoͤrden, ein in Genf wohnender erſt kurz vor der Revolution dort verſtorbener Franzos hatte bauen laſſen. Dieſer, ſtets in Trauer gekleidete, und in einer voͤlligen Abgeſchie⸗ denheit lebende Fremdling hatte zu ſeiner Zeit, durch ſeine Jugend, ſeine ſchoͤnen Formen, ſeine tiefe Trau⸗ rigkeit, ſeine Froͤmmigkeit und ſeine Wohlthaͤtigkeit alle Genfer fuͤr ſich eingenommen. Er hatte keine Bedie⸗ nung; den Winter brachte er in Genf auf einem kleinen Zimmer zu, in welchem ſich nichts als ein Bette, ein Stuhl, ein ſchoͤnes, die heilige Thereſia vorſtellendes, Gemaͤlde, ein Tiſch, ein Schreibzeug und einige Buͤ⸗ cher befanden. Alle Sommer ſchlug er ſeine Woh⸗ nung in dem kleinen Hoͤlzchen auf, wo ſich die Ka⸗ pelle befand, und wo er eine Art von Einſiedelei hatte bauen laſſen, die er blos Sonntags verließ, um in der großen katholiſchen Kirche dem Gottesdienſte bei⸗ zuwohnen, denn die Regierung hatte ihn blos erlaubt, ein Mal des Jahres, eine ſtille Meſſe in der Kapelle leſen zu laſſen, und er hatte ſie erſucht, daß dies am Thereſientage, den funfzehnten Oktober, geſchehen