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Aber unuͤberſteigliche Hinderniſſe trennen uns von ein⸗ ander.“
„Fuͤr mich gibt se keine, wenn Sie mich lieben.“
„Gerade mein Gefuͤhl fuͤr Sie, vergroͤßert dieſe Hinderniſſe noch; und nur, indem ich das meinige zum Opfer bringe, kann ich das Ihrige rechtfertigen.“
„Was ſagen Sie? Großer Gott!“
„Haben Sie die Guͤte mich anzuhoͤren! Allerdings wuͤrden mir die Geſetze erlauben, die Kette, die mich feſſelt, zu ſprengen, aber Ehre und Religion verbieten es mir. Derjenige, deſſen Namen ich fuͤhre, lebt in Frankreich, und der Haß, der mich daraus verwieſen hat, laſtet drohend auch auf ihm. Kann ich in ſolchen Verhaͤltniſſen, mich oͤffentlich und gerichtlich von ihm trennen? Ich bin bis jetzt Nutznießerin eines großen Theils ſeines ungeheuern Vermoͤgens geweſen, von welchem er von jeher einen ſo edeln Gebrauch gemacht hat, und jetzt, da ich mit Gewißheit weiß, daß eine furchtbare Macht ſeinen Sturz beabſichtigt und vor⸗ bereitet, ſollte ich ihn theilnahmlos ſeinem traurigen Schickſale uͤberlaſſen!“
„Aber gerade da man Sie in ihm verfolgt, werden Sie ſein Ungluͤck verhindern, indem Sie Ihr Loos von dem ſeinigen trennen.“


