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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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Dieſer Gedanke, ſo wie die ganze Erzaͤhlung gaben den Ideen des Prinzen ploͤtzlich eine ganz neue Rich⸗ tung, und erhoben dieſe, aller Verbindung, jeder Stuͤtze beraubte, Athenais, in ſeinem Auge zu einem gehei⸗ ligten Weſen, welcher fortan ſein ganzes Leben zu wei⸗ hen, er ſich fuͤr verbunden hielt. Eine entzuͤckende Taͤuſchung machte ihm die Liebe gewiſſer Maaßen zur Pflicht, er erwartete ſehnſuchtsvoll den Augenblick, wo er ſie allein ſprechen konnte, und als er ſie am andern Morgen auf der Terraſſe ſpazieren gehen ſah, flog er ihr entgegen:Was habe ich erfahren, rief er in der hoͤchſten Bewegung aus?Endlich kenne ich nun Ihre Verhaͤltniſe Ha! gebieten Sie uͤber mich.... Ich lebe nur fuͤr Sie! Genießen Sie aufs Neue Ih⸗ rer Freiheit, mit Entzuͤcken opfere ich Ihnen die mei⸗ nige. Er ſprach dieſe Worte mit einer ſolchen Begeiſte⸗ rung, daß ſie Athenais in eine Art von Schrecken ſetzten. Ich erkenne Sie, ſagte ſie,an dieſen großmuͤ⸗ thigen Geſinnungen. Unſtreitig wuͤrde es fuͤr mich ein uͤberaus ſuͤßes Gefuͤhl ſeyn, Sie zu meinem Beſchuͤtzer waͤhlen zu koͤnnen. Bei einem ſo edelmuͤthigenund mei⸗ nem Herzen ſo theuern Stuͤtze wuͤrde ich weit entfernt, uͤber mein Schickſal zu murren, ſeine Launen und ſelbſt die Unfaͤlle ſegnen, die uns zuſammen gefuͤhrt haben.