— 106—
Abſicht ſich in Coppet zu verweilen, aber der Polizei⸗ miniſter ſagte ihr, er habe den gemeſſenen Befehl ihr zu erklaͤren, daß wenn ſie nur einen, auch noch ſo kur⸗ zen Beſuch mache, ſie nicht nach Frankreich zuruͤckkeh⸗ ren duͤrfe. Trotz dieſer Warnung reiſte Athenais ab, und was der Miniſter vorausgeſagt hatte, erfolgte; denn kaum in Coppet angelangt, erhielt ſie den Re⸗ gierungsbefehl, der ihr unterſagte, in ihr Vaterland zuruͤckzukehren. Urtheilen Sie jetzt, gnaͤdigſter Herr, von meiner Ruͤhrung, von meiner Dankbarkeit, und von meiner Bewunderung, als ich dieſen Engel in Men⸗ ſchengeſtalt bei mir eintreffen ſah, und alle dieſe Um⸗ ſtaͤnde erfahre.“
„Sie iſt alſo,“ ſagte der Prinz,„der Gegenſtand eines perſoͤnlichen Haſſes Nopoleons!“
„Ja, gnaͤdigſter Herr, ſie iſt von ihrer Familie, von ihren Freunden, von ihren Umgebungen getrennt, und auf unbeſtimmte Zeit, vielleicht fuͤr die ganze Dauer der Regierung Napoleons verbannt, und, was meine Unruhe aufs hoͤchſte ſteigert, ſind die neuerdings erhal⸗ tenen Nachrichten, die mich fuͤrchten laſſen, Athenais werde bald den Befehl erhalten, Coppet zu verlaſſen.““ „„„Dieſe Coalition zweier die Ufer des Genferſees be⸗ „„„wohnenden Frauen, ſetzt,“«« wie man ſagt,„„den Herrn der Welt in Furcht.“««


