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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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noch jemals ſo viele Seelengroͤße mit ſo vieler Beſchei⸗ denheit und Einfachheit vereinigt! Aber haben Sie die Guͤte, gnaͤdige Frau, in Ihrer Erzaͤhlung fortzufah⸗ ren.

Frau von Stael laͤchelte, und entſprach ſeinen An⸗ ſuchen mit folgenden Worten:

Fouché war endlich genoͤthigt ſeine thoͤrichten Hoffnungen aufzugeben. Die feinſten und in der arg⸗ liſtigen Kunſt der Intriguen geuͤbteſten Hofleute irren ſich manchmal in ihren kluͤglichſten Berechnungen, weil ſie nur immer die Ehrſucht als erſten Hebel betrachten, und weder an Offenheit noch Rechtlichkeit glauben. Fouché verheelte Athenais nicht, daß Bonaparte wuͤ⸗ thend ſey, und daß ſie vor ſeinem Zorne Alles zu fuͤrch⸗ ten habe; dieſe erfuhr auch bald darauf in der That, daß der Kaiſer nicht erroͤthe, ſein Mißvergnuͤgen denje⸗ nigen zu erkennen zu geben, die ihr Haus beſuchten. Den Vorwand zu dieſem hoͤchſt ſonderbaren Unwillen gab die Freundſchaft Athenais gegen mich, denn ich war ſchon verwieſen. Die Erbitterung Bonapartes gegen dieſe zeigte ſich endlich auf eine ſo vielfache und ruckſichtsloſe Weiſe, daß alle Diejenigen, die an ihrem Schickſale Theil nahmen, ihr den Rath gaben, ſich auf einige Zeit zu entfernen. Sie bat nun um Paͤſſe, um durch die Schweiz nach Italien zu reiſen, in der