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mein. Mit einem Male oͤffnet ſich langſam die Thuͤre und Athenais naͤhert ſich. Der Prinz erhebt ſich mit Lebhaftigkeit. An der Eleganz ihrer Taille, an dem blendenden Glanze ihrer Geſtalt iſt es ihm unmoͤglich, ſie zu verkennen, aber er hatte ſich von ihr eine ganz andere Vorſtellung gemacht, er hatte ſich dieſes durch ſeine Schoͤnheit ſo beruͤhmte weibliche Weſen als eine auf ihre Siege ſtolze Frau mit einer feſten Haltung und mit jenem Selbſtvertrauen gedacht, welches dieſer Art von Beruͤhmtheit nur zu oft eigen iſt; dagegen ſahe er jetzt eine junge ſchuͤchterne Perſon ſich verlegen und erroͤthend naͤhern, und ein ungemein ſuͤßes Gefuͤhl verband ſich in dieſem Augenblicke mit ſeinem Erſtau⸗ nen, ſo daß er nicht aufhoͤren konnte, ſie anzuſehen. Bei der Mittagstafel wies Frau von Stael dem Prinzen Friedrich ſeinen Platz zwiſchen ihr und Athe⸗ nais an. Trotz aller Beredſamkeit der Erſteren konnte der Prinz dennoch ſeiner hoͤchſt auffallenden Zerſtreuung nicht Meiſter werden. Athenais ſchien nicht minder befangen. Seymour, dem nichts entging, verließ die Tafel in Verzweiflung.. Wegen der ungeheuern Hitze machte man nach der Tafel keine Spazierfahrt; ſondern die Geſellſchaft ging nach der Gallerie hinunter, um ſich bis zur Stunde der Promenade mit Muſik zu unterhalten. Eine ſehr


