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Kuͤnſte und die Waffen ſo hoch erhabene Thron, den
jetzt der Krieg uͤber der kaum verſchloſſenen Gruft des großen Friedrichs untergraͤbt und niederſchmettert, welche wundervolle Begebenheiten! Welchen Eindruck muͤſſen ſie nicht auf das Herz eines ſo jungen weib⸗ lichen Weſens von ſo lebhafter Einbildungskraft ma⸗ chen, das die Liebe noch nicht gekannt hat!... Rech⸗ nen Sie denn endlich den Einfluß dieſes verwuͤnſchten Schloſſes fuͤr nichts, wo Alles anders als anderwaͤrts iſt, wo Liebe und Freundſchaft ein ganz anderes Gepraͤge tragen, als in der Alltagswelt, wo man eine anſteckende Luft athmet, die alle Koͤpfe erhitzt und verdreht, und der Unterhaltung, den Leidenſchaften, ſelbſt den aus dieſem magiſchen Aufenthalte geſchriebenen Briefen, ich
weiß nicht was fuͤr einen außergewoͤhnlichen und zau⸗
beriſchen Anſtrich gibt, dem es vielleicht zuweilen an Wahrheit fehlen mag, der aber nichts deſtoweniger die Einbildungskraft unterjocht und mit ſich fortreißt...“
Werner laͤchelte bei dieſen Worten, und Seymour hielt innen; er ſah Athenais aufſtehen und den Saal verlaſſen. 3
Unruhig und befangen ging Athenais auf ihr Zim⸗ mer. Sie oͤffnete ein Fenſter, aus welchem man Alles, was in das Schloß kam, beobachten konnte; ſie zog die Jalouſien nieder, und ſetzte ſich an dieſes Fenſter. Sie


