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Einbildungskraft erregt und, wenn zugleich die Erin⸗ nerung großer ungluͤcksvoller Ereigniſſe ſich an ſie ket⸗
tet, eine herzergreifende Ruͤhrung hervorbringt.“
„Beſonders, wenn dieſe Prinzen jung und ſchoͤn ſind, nicht wahr, mein Fraͤulein?“ fuͤgte Herr von Schlegel hinzu. Er brach bei dieſer Frage, die er fuͤr ein beſonders feines und boshaftes Epigramm hielt, in ein lautes Gelaͤchter aus.— Athenais erroͤthete, Seymour, deſſen Blick unverwandt an ihr heftete, ſeufzte, und Frau von Stael ſagte:
„Ohne Bedenken geſtehen wir, daß die Helden uns doppelt gefallen, wenn ſie liebenswuͤrdig ſind.“
„Der Prinz iſt alſo liebenswuͤrdig?“
„Sehr liebenswuͤrdig“, erwiederte Herr von Montmorency,„wenn er Luſt zu gefallen hat.
„Ach dieſe Luſt wird ihm hier nicht fehlen“ ſagte Seymour.
In dieſem Augenblick vernahm man das Rollen einer Kutſche. Es kam Beſuch. Frau von Montau⸗ lieu, Madame Necker, der Graf Golofkin und der Prinz Wolkonski traten in den Saal. Der beredte Zorn des Herrn von Schlegel wurde hierdurch unter⸗ brochen, und ſein Abſehen ging von nun an nur da⸗ hin, in der ſchwermuͤthigen und weinerlichen Gattung der Romantik, und durch einige Abhandlungen uͤber


