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„Aber man ſagt allerdings, daß ſie einige ſeiner Theorieen uͤber die Kunſt angenommen habe.
„Ja, um zu beweiſen, daß man bei einer ſol⸗ chen Ueberlegenheit des Geiſtes, Alles, was man willl, be⸗ haupten kann. Uebrigens macht ſie ſich, ohne daß er es bemerkt, uͤber ihn und ſeine Leidenſchaft fuͤr ſie luſtig.“
„Ach! alſo Herr von Schlegel iſt verliebt.“
„Und zwar in der Hoffnung, daß ſeine Aus⸗ dauer und ſein Ruf das Mamorherz der Frau von Stael endlich erweichen werden.“
„Sagen Sie mir, wie bringt man ſeine Zeit auf dieſem Schloſſe zu? Womit beſchaͤftigt man ſich?“
„ Fuͤrs erſte— ſpielt man nie.“
„Wie! nicht einmal Whiſt?«
„Man ſchwatzt, man ſchreibt, man unterhaͤlt ſich uͤber die Liebe, den Ruhm, die Literatur, die Po⸗ litik. Sie werden eine ſonderbare, ſeit einem Jahre eingefuͤhrte Gewohnheit bemerken. Der Tag wird nicht mit muͤndlicher Unterhaltung, ſondern mit Cor⸗ reſpondenz geſchloſſen.
„Mit Correſpondenz!“—
„Ja, ſtatt mit einander zu ſprechen, ſchreibt man ſich.
„Ich verſtehe, man wirft ſeine Briefe in ein Kaͤſtchen, und des andern Morgen Riaheit man ſie.“


