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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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darzuſtellen, und auf Koſten ihrer Neugierde, oder ihrer Sehnſucht der gefaͤhrlichen Anſteckung des Un⸗ gluͤcks zu entgehen wuͤnſchen. Aber ſo eben bemerke ich, daß ich in meiner Muſterung außer Acht gelaſſen habe, eines hoͤchſt wichtigen Mannes zu erwaͤhnen, der ſeinen Wohnſitz bei Frau von Stael foͤrmlich aufgeſchla⸗ gen hat. Dies iſt Herr von Schlegel*), ein Mann

*) Jedermann, der Herrn von Schlegel kennt, wird bald bemerken, daß Frau von Genlis, dieſe treffliche Ma⸗ lerin nach der Natur zu den auf dem Schloſſe von Coppet vereinigten Individuen ein Phantaſiegemälde als Gegen⸗ ſtuͤck aufzuſtellen verſucht hat. Weit entfernt ſich je laͤcher⸗ lich gemacht zu haben, war Herr von Schlegel, ſowohl in Hinſicht auf die Annehmlichkeiten ſeines Geiſtes, als wegen ſeines ſanften Characters, einer der liebenswuͤrdig⸗ ſten Maͤnner, die man ſich denken kann. Was die großen Verdienſte um die Wiſſenſchaften desjenigen Mannes be⸗ trifft, dem Deutſchland eine treffliche Ueberſetzung Schake⸗ ſpear's verdankt, und deſſen Vorleſungen uͤber die Litera⸗ tur die ganze gelehrte Welt beſchaͤftigt hat, ſo iſt dar⸗ uͤber nur eine Stimme. Am allerwenigſten wuͤrde es dem Herausgeber geziemen, gegen die aufgeſtellten Grundſätze beruͤhmter Schriftſteller, deren Werke zu verbreiten er einer der Erſten geweſen iſt, ſich tadelnde Bemerkungen zu erlauben. Frau von Genlis hat Herrn von Schle⸗ gel nie geſehen, ſie, ſonſt die. Milde ſelbſt, hat dieſe Milde nur zwei Mal verlaͤugnet, zuerſt gegen Voltaire, dem ſie ſeinen Unglauben nie verzeihen konnte, und hier gegen

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