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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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Sie haben ſo eben alle Perſonen, die eine Rolle zu ſpielen haben, vorlaͤufig gemuſtert.

Wahrhaftig, ſagte Werner lachend, ich habe Sie wie den Helden einer Wundergeſchichte behandelt, denn Ihnen habe ich alle dieſe Mitſpieler vorgefuͤhrt, inzwiſchen fuͤrchte ich ſehr, wie ich Ihnen bereits geſagt habe, daß ihre Rolle nicht ſo dankbar ſeyn werde, als ich ſie, freilich ohne es zu wollen, ihnen vorgeſpiegelt habe.. 3

Ja das iſt ſo Dichterſitte. Nichts deſtowe⸗ niger bin ich Ihnen fuͤr Ihre Gefaͤlligkeit verbunden.

Ich habe blos derer erwaͤhnt, die ſich gewoͤhn⸗ lich in Coppet aufhalten. Diejenigen die nur zufaͤllig dort zuſammentreffen, konnte ich Ihnen nicht alle auf⸗ zaͤhlen. Alle Reiſenden, welche die Schweiz und Sa⸗ voyen beſuchen, oder die nach Italien gehen, ſcheuen ei⸗ nen kleinen Umweg nicht, wenn ſie auf die Beguͤnſtigung hoffen duͤrfen, in dem Schloſſe Coppet Aufnahme zu finden. Man iſt in dieſer Gegend ſo daran gewoͤhnt, dieſen Verbannungsort als einen Vereinigungspunct aller beruͤhmten oder ausgezeichneten Perſonen zu be⸗ trachten, daß es auffaͤllt, wenn ein Fremder ohne ſich aufzuhalten, durch Coppet reiſt. Es ſind dies in der. That auch nur Leute, die befuͤrchten, ſich dadurch bei der franzoͤſiſchen Regierung in einem nachtheiligen Lichte *

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