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rrr 173 A ſie,„ſo ruhig ſchien das Meer!“—„Ach!“ ſeufzte ich,„es zeigt uns das Bild unſers Le⸗ bens. Siehſt du, eben ſo triegeriſch iſt unſre Hoffnung, eben ſo ſtürmiſch und veränderlich unſer Schickſal. Welch gräßlichen Abgrund der glatte Spiegel deckte!“— Bey dieſen Worten ſah ich Thränen Bianca's Auge ent⸗ ſtürzen, und fühlte auch bald mein eigenes von heißen Thränen feucht.„Ach verzeihe,“ — rief ich, und ſtürzte mich zu ihren Füßen, —„verzeihe meinem allzu empfindſamen, durch die Liebe ſo angſtvollem Herzen! Ja, ich geſtehe, daß mich mein ſo unverhofftes übergroßes Glück beynahe ſchreckt. Die Selig⸗ keit, die mir dein Mund verheißt, die Him⸗ melswonne tugendhafter Liebe! nein, ich wage ſie nicht zu träumen. Zwar erblicke ich dich immer und ſehe nur dich in der reitzenden Ferne der Folgezeit, die du verkündeſt, ich ſehe dich froh umgaukelt von dem lieblichen Reitze all deiner vollendeten Kunſttalente, geſchmückt mit all der Grazie deiner Unſchuld, deiner holden Sittſamkeit und Herzensgüte,


