170 ruhe verbunden ſeyn!“—„Mit Unruhe?2* fragte ſie befremdet.„Was fällt dir ein? Sa⸗ ge, was fürchteſt du ſo ſehr?“—„Ich fürchte Alles. Ich bin in eine mir gänzlich fremde Welt verſetzt, ſie wird unſere Verbindung mißbilligen, wie du ſelbſt bemerkteſt.“— „Wielleicht mißbilligen, doch nicht hindern.“ —„Ach, warum haben wir nicht dieſe neid⸗ volle Welt verlaſſen, um unſer Glück in die fernſte Einöde zu verbergen,“ fuhr ich fort. —„O Plaride,“ entgegnete ſie,»„zwar will die Welt nicht, daß man die Geſetze ihrer conventionellen Verhältniſſe übertrete, doch ſelbſt in ihren Augen rechtfertigt die Tugend einen Schritt, durch welchen ich mich viel⸗ leicht über die engen Schranken jener Ver⸗ hältniſſe hinaus ſetze. Denn wiſſe, nicht blinde Leidenſchaft allein iſt das Band, das mich ſo innig an dich kettet. Während ich der Nei⸗ gung meines Herzens folge, bin ich zugleich überzeugt, daß mein künftiges Leben nur dem reinen Dienſte der Tugend huldigen⸗ und ich von dem Vermögen, welches mir die Vorſehung ſchenkte, einen würdigen Ge⸗
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