Teil eines Werkes 
1. Theil (1817)
Entstehung
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felbſt Leiden mit ungleich größerer Stärke,

als den höchſten Genuß der reinſten voll⸗ kommenſten Seligkeit zu tragen! Vergif⸗ tet nicht ein leiſer Harm ſelbſt unſre ſchönſten Freuden! Iſt nicht dieſe geheime Ahnung der traurige Vorbothe ihrer kurzen Dauer, ſagt ſie uns nicht, wie flüchtig ſie uns auf ewig oft entſchlüpfen! Muß nicht die unſtäte Un⸗ ruhe unſers Herzens jede himmliſche Regung ſeines heiligſten Entzückens mit erneuerten Anwandlungen ſchwermuthsvoller Empfin⸗ dungen begleiten! Auf einmal hörte ich dumpfes Geräuſch der Wogen, vor Schauer bebten mir die Glieder. Meine Verwirrung

ſtieg, und mit ihr die bange Erwartung, die

erſte aufrollende Scene eines neuen, maje⸗ ſtätiſch ernſten Schauſpiels zu erblicken.

Bianca deutete auf das Meer. Ich blieb un⸗

beweglich, heiliges Gefühl der Andacht ſtillte plötzlich den Aufruhr in meinem Buſen. Alle Gedanken irdiſchen Glücks ſchienen aus mei⸗ ner Seele zu flüchten. Ich ſah das endloſe Meer, ein Bild des Ewigen. Meine kühne, aber ohnmaͤchtige Phantaſte verlor ſich in un⸗