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denen ſich durchkreutzenden ſeltſamen Gedan⸗ ken eine herrſchende Idee hervor, die ihn be⸗ ruhigte, er dachte: Caliſte mag ſich wohl aus Frankreich gerettet haben; ſie liebt mich, ſie verſpricht, mir zu ſchreiben!— In ſehnſuchts⸗ voller Erwartung eines Briefes beſchäftigte er ſich ausſchließend mit der Zukunft, und blieb für alles Übrige empfindungslos. So vergingen ihm ſechs peinliche Monathe in ge⸗ ſpannter Unruhe und Beſorgniß. Endlich kam auch dieſer ſo lang erſehnte Brief mit der Poſt, mit der unmittelbaren Adreſſe an den Marquis Palmene, mit demſelben Datum von zwey Monathen, und einem in England darauf gedruckten Stempel. Der Brief ent⸗ hielt in einem gleichförmig niedergeſchlagenen Tone nichts als Ausdrücke der zärtlichſten Em⸗ pfindung, religiöſe Betrachtungen über das vergängliche Glück des Lebens, und die un⸗ unterbrochene Aufforderung, ſich gänzlich dem Willen der göttlichen Vorſehung zu fügen. Caliſte wiederhohlte zwar beſtändig ihre erſte Verſicherung, ſie lebe ruhig und glücklich, aber mit ſchmerzlicher Rührung entdeckte


