Teil eines Werkes 
1. Theil (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

NN 6 MNA follte letzterer die Gattinn treffen, die ſein Vater ihm ſchon von ſeiner Kindheit an be⸗ ſtimmte. Noch am Tage ihrer Abreiſe hätte ſie und ihn der Ehe unauflösliches Band ver⸗ einigen ſollen; ſchon war in der Tiefe eines Kellers heimlich der Altar bereitet: denn nur verborgen durfte eine Heirathege⸗ ſchloſſen werden, wenn die Religion der Ehe Schwur heiligen ſollte; ſchon harrte der Prieſter mit. Gefahr ſeines Lebens am Altare des liebenden Paares; doch hatte eine

neue, dringende Gefahr die junge Caliſta

und ihre Mutter, ohne den geringſten Auf⸗ ſchub, eiligſt abzureiſen genöthigt. In ſeiner Verzweiflung tröſtete ſich Adolph mit dem Gedanken an die Gewihheit, ſie in Spanien wieder zu finden. Nicht gemeine Leidenſchaft war ſeine heiße, zärtliche Liebe, welche ihm Achtung und Pflicht gebothen, und deren ſanfte Bande der Reitz angenehmer Erinne⸗ rungen aus den Jahren der Kindheit, endlich auch die Macht der Gewohnheit noch inniger und feſter knüpfte. Wie däuchte ihm der Weg⸗ der ihn nach Spanien führte, lang! Endl ch

*