ae d welche alle Bande der Pflicht verletzte, zu ſetzen, und den Lohn der Ehre und Tugend maßten ſich die gränzenloſen Anſprüche der unbändigſten Ehrſucht an. Beynahe jede Schrift, welche öffentlich erſchien, wurde zur Apotheoſe irgend eines Verbrächens, zur Ver⸗ leumdung irgend einer Tugend, deren An⸗
denken uns die Geſchichte aufbewahrte, zur
Entehrung der Vergangenheit, aus welcher man vergebens jede große Erinnerung ver⸗ bannen wollte. Vergebens verſuchte man, aus dem blutigen Schlamme den dichten gräß⸗ lichen Schleyer, der die Zukunft decken ſollte, zu weben, vergebens ihr das leuchtende Sie⸗ gel der Gewißheit, den ſanften Strahl des Troſtes und den erhabenen Glanz der Herr⸗ lichkeit zu entreißen; doch dem, der noch an eine Zukunft glaubend, nicht der neuen Lehre folgen wollte, blieb keine andere Wahl, als Tod oder rettende Flucht.
Marquis Palmene war ſo glücklich, und fand ein Mittel, ſich mit ſeinem liebenswür⸗ digen Adolph, ſeinem einzigen achtzehnjähri⸗ gen Sohne, nach Spanien zu flüchten. Dort


