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7 Mer nach tauſend Verkleidungen, tauſend unauf⸗ hörlich neuen Gefahren kamen die zwey Flücht⸗ linge glücklich über die Gränze von Frank⸗ reich. Sie waren beyde zu Fuße. In dieſem Augenblicke ſtürzte ſich Adolph ſeinem Vater in die Arme, und des letzteren Knie ſanken nieder auf dem glücklichen Boden dieſes gaſt⸗ freyen, durch edlen Sinn für Religiöſttät ausgezeichneten Landes, welches er mit all der Inbrunſt eines Schifffahrers umarmte, der dem Ungeſtüme der Fluthen und des Sturmes entronnen, das rettende Geſtade erreichet und küßt.„Ha! mein Vater,“ ſchrie laut vor Freude Adolph,„nun ſind Sie außer Gefahr! Des Meuchelmörders Schwert
ſchwebet nicht mehr gezückt über Ihrem
Haupte, des Laſters Wahn bedroht nicht mehr Ihr theures Leben, und ich ſehe wieder Ca⸗ liſten!“)—„Lieber Sohn,“ erwie⸗ derte der Vater,„und ich darf nicht mehr zittern für dich!— Ach,“ fuhr er fort,„end⸗ lich komme ich nach langer Betäubung wieder zur Beſinnung, und zum freyen Gebrauche meiner Vernunft; nun darf ich das Spiel


