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Die That einer Nacht : Roman / von Elisabeth C. Gaskell
Entstehung
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wußte, warum. Er fragte weiter, um ſein Gefühl zu ver⸗ bergen:..

Wo wohnen Sie jetzt?

In Eaſt⸗Cheſter.

Aber Sie kommen doch zuweilen nach London; nicht wahr? Laſſen Sie es uns wiſſen, jedesmal, wenn Sie hier ſind; und Lady Corbet wird Sie beſuchen. Ich wollte, Sie erlaubten mir, Sie heute nach Hauſe zu bringen.

Ich danke Ihnen. Ich muß gerades Wegs nach Hellingford zurück, das heißt, ſobald Sie mir Dixon's Begnadigung verſchaffen können.

Ueber ihre Unerfahrenheit lächelnd, erwiderte er:

Die Begnadigung muß an den Sheriff geſchickt wer⸗ den, der den Hinrichtungsbefehl in Händen hat. Aber Sie können verſichert ſein, daß der Gegenbefehl ſo bald als möglich abgeſchickt wird. Es iſt ſo gut, als hälten Sie denſelben bereits in den Händen.

Ich danke Ihnen von ganzem Herzen! ſagte Ellinor, indem ſie ſich erhob.

Bitte, gehen Sie nicht ohne Frühſtück weg. Wenn Sie Lady Corbet jetzt lieber nicht ſehen wollen, ſo kann es hier herein gebracht werden, falls Sie nicht bereits gefrüh⸗ ſtückt haben.

Nein, ich danke Ihnen. Sie ſind ſehr freundlich, und ich freue mich, Sie einmal wieder geſehen zu haben. Nur noch eins habe ich zu ſagen, fügte ſie erröthend und zögernd hinzu.Dieſer Brief hier wurde nach meines Vaters Tode unter ſeinem Kopfkiſſen gefunden. Einiges daraus bezieht ſich auf vergangene Dinge. Allein ich möchte gern,

Gaskell, Die That einer Nacht. 15