Druckschrift 
Die That einer Nacht : Roman / von Elisabeth C. Gaskell
Entstehung
Einzelbild herunterladen

223

jedoch einige Schwierigkeit, die gereizte Stimmung ſeiner Frau zu beſchwichtigen.

Als er zurückkam, ſagte Ellinor:

Ich fürchte, ich hätte nicht hierher kommen ſollen!

O, bitte recht ſehr! Sie thaten vollkommen Recht daran, hierher zu kommen, erwiderte er in ärgerlichem Tone, ſetzte ſich wieder auf ſeinen frühern Platz und be⸗ deckte abermals das Geſicht mit der Hand.

Dixon wußte wohl davon? Ich bin genöthigt, mich deutlich auszudrücken Ihr Vater war alſo der Schul⸗ dige? Er hat Dunſter ermordet?

Ja, wenn Sie es einen Mord nennen wollen. Es war ein Schlag, der in der Hitze geſchah; Niemand weiß, wie ſehr Dunſter Papa ſtets ärgerte, ſagte Ellinor müde und ſchwerfällig; dann ſeufzte ſie.

Woher wiſſen Sie es?

Es lag eine gewiſſe zärtliche Zurückhaltung in der Stimme des Richters, als er dieſe Fragen ſtellte. Ellinor hatte ſich zuvor klar gemacht, daß ſolche Fragen an ſie ge⸗ richtet werden würden und daß ſie dieſelben beantworten müſſe, allein ſie ſprach wie im Traume.

Ich kam in Papa's Zimmer, gerade nachdem der Schlag auf Dunſter gefallen war. Dieſer lag auf dem Boden ausgeſtreckt wir dachten, er ſei betäubt, allein er war todt!

Was hatte Dixon damit zu thun? Er muß davon gewußt haben. Und was bedeutet die Pferdelanzette, die man bei dem Todten fand und die ſeinen Namen trug?

Papa ging, um Dixon zu wecken, der ſeine Lanzette mitbrachte, wahrſcheinlich um Dunſter zur Ader zu laſſen.