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Sie ihm ſagen, ich ſei da, Miß Wilkins. Er wird den Namen ſchon kennen.“
„Nun gut! Aber Sie müſſen hier warten, bis ich das Frühſtück hineingetragen habe“, ſagte der Diener, indem er ſie in den Flur einließ und auf eine daſelbſt befindliche Bank zeigte. Er hielt ſie ihrer Kleidung nach für eine Kammerjungfer oder Gouvernante, oder höchſtens für eine Krämerstochter, und ſchien ſich in ſeinen Vorbereitungen zum Frühſtück verſpätet zu haben.
Sie trat ein und ſetzte ſich.
„Sie werden mich doch gewiß melden; nicht wahr?“ ſagte Ellinor leiſe.
„O ja, gewiß, ich werde hinaufſchicken; aber vor dem Frühſtück wird er Sie ſchwerlich ſprechen.“
Er beauftragte einen andern Diener mit der Meldung und dieſer rannte die Treppe hinauf, klopfte an ſeines Herrn Thüre und ſagte, eine Miß Jenkins wünſche den Richter zu ſprechen.
„Wer?“ rief der Richter.
„Miß Jenkins; ſie ſagte, ihr Name ſei Ihnen be⸗ kannt, Sir.“
„Durchaus nicht. Sagen Sie ihr, ſie möchte warten.“
Ellinor wartete. Bald darauf kam die ſchöne Lady Corbet langſam und würdevoll in rauſchender Seide und faltenreichen Gewändern die Treppe herab. Sie trug ihren kleinen Sohn auf dem Arme, und eine große Amme folgte dicht hinter ihr. Es war ihr unangenehm, wenn irgend Jemand ihren Mann zu Hauſe in Anſpruch nahm, wäh⸗ srend der Zeit, die er ſeiner Familie widmen konnte, und
in ihrer ſtolzen rückſichtsloſen Art erwies ſie der beſcheide⸗


