Sechzehntes Kapitel.
„Iſt Richter Corbet zu Hauſe? Kann ich ihn ſprechen?“ fragte ſie den Diener, der endlich die Thüre öffnete.
Dieſer blickte ihr neugierig und beinahe unhöflich ins Geſicht, ehe er antwortete:
„Nun ja! Um dieſe Zeit iſt er natürlich zu Hauſe; aber ob er Sie ſprechen wird, das iſt eine andere Frage.“
„Wollen Sie ihn fragen, bitte. Es iſt ein dringendes Geſchäft.“
„Können Sie mir nicht Ihre Karte geben? Vielleicht genügt auch Ihr Name, wenn Sie keine Karte haben. Simmons!“ rief er einer Kammerjungfer zu,„iſt der Herr ſchon auf?“
„O ja! Er iſt ſchon ſeit einer halben Stunde in ſei⸗ nem Ankleidezimmer. Mylady wird gleich herunterkom⸗ men. Es iſt eben Frühſtückszeit.“
„Können Sie Ihr Geſchäft nicht verſchieben und etwas ſpäter kommen?“ ſagte er, indem er ſich wieder an die bleiche zitternde Ellinor wendete.
„Nein! Bitte, laſſen Sie mich eintreten, ich kann warten. Richter Corbet wird gewiß zu ſprechen ſein, wenn


