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Die That einer Nacht : Roman / von Elisabeth C. Gaskell
Entstehung
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von einem Notar, deſſen Vater und Großvater Notare ge⸗ weſen waren, höchlichſt beleidigt gefühlt hätte. Edward mochte im Verlauf dieſer Jahre manche Zurückſetzung und manche Demüthigung ſchmerzlich, wenn auch ohne Klage empfunden haben, und ohne Einfluß auf ſein ſpäteres Leben konnten dieſelben nicht bleiben.

Schon jetzt machte ſich deren Wirkung bemerkbar, wenn er auch nicht auf Wiedervergeltung ſann, wie manche andere junge Leute an ſeiner Stelle gethan hätten. Er freute ſich des Anſehens, welches ihm ſeines Vaters Reich⸗ thum verlieh; ohne langes Beſinnen kaufte er theure Pferde, um welche einer der Junker vielleicht drei Wochen lang gefeilſcht haben würde.

Seine Hunde waren von der edelſten Raſſe, ſeine Ge⸗ wehre nach der neueſten, vollkommenſten Weiſe verfertigt, ohne Rückſicht auf den Preis. Um alle dieſe Dinge wurde er von dem ärmern Adel beneidet; denn dafür hatten ſie mehr Verſtändniß als für die Kunſtſchätze, mit welchen das Haus von Mr. Wilkins angefüllt war.

Mit der Zeit ſollte Edward eine Ehe ſchließen, welche ſich, ſo weit dies bei Heirathen überhaupt möglich iſt, der allgemeinen Billigung zu erfreuen hatte. Er verliebte ſich in Miß Lamotte und ſein Entzücken kannte keine Grenzen, als ſie ſich entſchloß, die Seine zu werden. Der Vater nahm den herzlichſten Antheil an dem Glücke des Sohnes und verweilte gern bei dem Gedanken, daß die Mutter von Miß Lamotte die jüngſte Schweſter von Sir Frank Holſter geweſen ſei. Allerdings war dieſe Heirath von der Familie Holſter als unebenbürtig nie anerkannt worden; allein ebenſo wenig konnte der Name der jungen Dame aus dem