farbenes Hofkleid von genueſiſchem Sammet gekleidet, unter welchem ſich ein Reifrock, wenigſtens einer Armlänge auf jeder Seite, ausbreitete. Die mit Bleiſtuͤcken beladenen Manſchettenaͤrmel waren gleichzeitig mit der Vereinigung der beiden Koͤnigreiche, bei wel⸗ cher glorreichen Gelegenheit ihre Mutter ſie zuerſt getragen hatte. Aber wer kann, in der jetzigen frivolen Zeit, ſich eine Vorſtellung von dem babyloniſchen Thurmbau von Tou⸗ pets und Florlappen machen, welcher das Haupt des Fraͤuleins Chriſtiana ſchmuͤckte? Hoöͤchſt wahrſcheinlich war jedoch die Art, mit welcher ſie die arme Magdalene und Claudchen empfing, nicht ganz ſo feierlich, als die, mit welcher wir aufgenommen wur⸗ den; denn die reelle Wohlthat dieſes Beſuchs erſtreckte ſich nur auf die Darreichung einer halben Krone. Als Frau Gorbal dieſes ver⸗ nahm, entbrannte ſie in gerechtem Zorne uͤber das filzige Betragen des Fraͤuleins Chri⸗ ſtiana, veranſtaltete ſogleich eine Kollekte un⸗ ter ihren Bekannten, und hatte das Gllüͤck, ſo viel uſamemenzubringen. daß Magda⸗
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