erſtiegen hatten, wies man uns in ein großes, hohes Zimmer, an deſſen drei Seiten ſich, in großen Vertiefungen, kleine ſchmale Fenſter befanden, deren Scheiben, von gelbem Glaſe, das Licht nicht mehr eindringen ließen, als waͤren ſie von Horn. Die Waͤnde waren mit Tapeten bekleidet, von denen, im Halb⸗ dunkel, fuͤrchterliche kriegeriſche Geſtalten dro⸗ hend. auf uns herabſchauten.. Aber von allen Umſtänden dieſes Beſuchs, den wir als einen Blick in ein Viſitenzimmer der alten Zeit betrachten muͤſſen, machte kei⸗ ner einen ſo tiefen und lebhaften Eindruck auf unſer Gedäͤchtniß, als die Erſcheinung und das Betragen des Fraͤuleins Chriſtiana ſelbſt. Vorlaͤuſig von Lady Havers Ankunft unter⸗ richtet, ſaß ſie in vollem Staat auf einem großen, mit altmodiſcher Stickerei verbraͤm⸗ ten Kanapee, zum Empfang ihres Beſuchs bereit. Beim Eintritt unſrer ehrwuͤrdigen Muhme erhob ſie ſich von ihrem Sitz, und nie wurde mir das Gluͤck wieder zu Theil⸗ einem ſo zeremonioͤſen Empfange beizuwohnen. Fraͤulein Chriſtiana war in ein purpur⸗
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