gegneten ihnen der Richter Gorbal und ſeim Garnm
Der Richter war ein wohlhabender Mann,
der ſich ſo eben mit ſeiner Frau nach einem ſchicklichen Platz umſah, auf welchen er ein Landhaus zu bauen gedachte. Es war ein wohlbeleibtes Paar, deſſen anſehnlicher Um⸗
fang dem Amte des Gatten alle Ehre machte.
Frau Gorbal prunkte in einem reichen, ſteifen, gelben Brokatkleide, mit präͤchtigen Blumen geſtickt, von denen die kleinſte eine Paͤonie war. Aber die ungeheure Groͤße und Fuͤlle ihrer Manſchetten und Falbeln, die Pracht ihrer Spitzenſchuͤrze, den thurmähn⸗
lichen Kopfputz von Draht und Flor, und
ihren mit Hermelin gefutterten, blauen atlaßnen Mantel— alle dieſe Herrlichkeiten vermag nur eine geſchicktere Feder, als die meinige, zu ſchildern.
Das Aeußere des Richters entſprach voll⸗ kommen ſeiner Wuͤrde und der prachtvollen Kleidung ſeiner Gattin. Es war in der That
ſo gravitaͤtiſch und wuͤrdevoll, daß, haͤtte er
auch nicht die ſeinem Stand zukommende


