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Gewerbe des Spinnens zu betreiben. In dieſem Zuſtande verlebte ſie einige Zeit, zwar in der bitterſten Armußh“ doch ihr hartes Schickſal mit der groͤßten Geduld ertragend, und ſtets ein Kußeres reinliches Auslehn be⸗ hauptend. 1
Nur im Gonterß an ſchönen Sonntags⸗
zabenden, erlaubte ſie ſich den Genuß eines
Spazierganges in's freie Feld. Gewöhnlich pflegte ſie alsdann, mit Claudchen an ihrer Hand, auf den Gipfel des weißen Berges zu ſchleichen, den ſte wahrſcheinlich deßhalb andern Spaziergaͤngen vorzog, weil ſie von ihm aus einen entfernten Anblick des Schau⸗
platzes ihrer gluͤcklicheren Tage genoß. Dann
zeigte ſie dem Knaben die Huͤgel und Laͤnde⸗ reien ſeiner Vorfahren, ermahnte ihn, ſich
unablaͤfſig zu beſtreben, dieſe einſt wo moͤg⸗
lich wieder einzuloͤſen, und ſchloß ihre Er⸗ mahnung gewoͤhnlich mit einer Schilderung
des hohen Anſehens und der Wichtigkeit ſeis
ner Vorfahren.
Als nun die gute Alte eines Abends auf.
dieſe Weiſe mit dem Kleinen plauderte, be⸗


