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koſ'te er jedoch das Kind mit mehr als groß⸗ vaͤterlicher Zaͤrtlichleit, ſtieß es dann aber plotzlich von ſich und eilte mit kurzen, ſchnel⸗ len Schritten aus dem Hauſe. Sein anſehn⸗ licher Bauch verſchwand, ſeine Kleider hingen
locker um ihn her, die Roͤthe ſeiner Wangen
verwandelte ſich in Blaͤſſe, ſein Antlitz ver⸗
längerte ſich, und ſeine Beine wukden zu ei⸗
nem Paar Spindeln. Ehe ein Jahr p eging, war er nicht mehr im Stande, ſich von ſei⸗ nem alten Lehnſtuhle, in welchem er vom Morgen bis zum Abend, mit bis auf die Bruſt geſenktem Haupte, ſaß, ohne Huͤlfe zu erheben; und eines Abends, als Magdalene
ihn auskleiden wollte, fand ſie, daß er ſchon
einige Zeit aufgehört hatte zu leben.
Kurz nach dem Begraͤbniß bezogen Magda⸗ lene und der arme Waiſenknabe ein Dach⸗ ſtuͤbchen auf dem Salzmarkt, wo ſich die gute
Alte beſtrebte, fuͤr ihren Pflegling und ſich
ſelbſt das zu ihrem Lebensunterhalt nothwen⸗
dige Mehl und Salz durch Strumpfſtricken zu erwerben; denn ihre Geſtalt und Kraͤnk⸗ lichkeit verhinderten ſie, das einträglichere


