Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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256 Frauen und Opfer.

das ihr auch jetzt das Lächeln verdankte, mit dem man es in die dunkle Erde legen ſollte!

Lebe wohl,“ ſagte ſie leiſe,„Dir iſt wohl, Gott gebe, daß ich einſt auch ſo ruhig ſcheide.“

Der Doctor half ihr die beiden ſchlafenden Kinder in den Wagen tragen, und fort, fort fuhr ſie in die dunkle, lichtloſe Nacht mit ihrem dunklen, lichtloſen Herzen; hätte ſie nicht das Athmen der beiden ſüßen Kinder gefühlt, ſie hätte auch vielleicht nicht Kraft ge⸗ funden, dieſe Nacht ſo zu ertragen.

Ueberall fand ſie Vorſpann, der Doctor hatte für Alles geſorgt— und als ſie endlich in Peſth einfuhr und die vielen weißröckigen Soldaten gewahrte, meinte ſie in jedem von ihnen denjenigen zu erblicken, der das Todesblei in das Herz ihres Gatten geſendet!

Sie fuhr nach dem Neugebäude. Der wachthabende Officier geſtand auf ihre Fragen, daß Wilhelm ſich da befinde— und lebend da befinde. Dann eilte ſie nach Hauſe und, nachdem ſie die Kinder ihren Leuten über⸗ geben, zu Haynau.

Der Feldzeugmeiſter war verreiſt und zwar nach Klagenfurt, um das Gehburtsfeſt ſeiner uennhlin dort zu feiern!

Alſo wieder nach dem Neugebude. Man ließ ſie