Eines nur fand er nicht paſſend: daß
dem einſamen Waldheim war kein a 4 zu finden.
.
244 Ein junges und ein altes Herz.
über Wilhelm und Ludmillen beruhigt. Ihre Falſchheit,
deren ganzen Umfang ihm natürlich die Fürſtin nicht
mitgetheilt, erſchien ihm als„geiſtreiche Malice“, ihre
Gefallſucht als„weibliche Fineſſe“, wie er ſich ausdrückte. ſie ihr,gracieuſes
Spiel“ an einem Roturier geübt, aber— ffreilich in nderer Gegenſtand
S
Die Fürſtin hatte ihrer Tochter nicht verziehen, ſelbſt als ſie abreiſte und das weinende Antlitz noch aus dem Wagen ſtreckte, hatte ſie ihr keinen Blick gegönnt.
Auch keinen Brief erhielt Ludmille in der Verban⸗ nung von ihrer Mutter, und ſo herzlos ſie eigentlich war, ſo war ihr dies doch beinahe unerträglich, weil die milde Erziehung ihrer Mutter ihr ſolche Strenge
als etwas Unerhörtes erſcheinen ließ.
Albert fand endlich Klarheit genug in ſch, um einen Plan für ſeine Zukunft zu entwerfen. Daß ſeinem Vater keine Einwilligung zu einer Verbindung mit Agnes abzugewinnen war, ſah er ein, daß Agnes ohne dieſe Einwilligung nicht die Seine würde, darüber war er eben ſo klar. Nichts weiter aber in Ausſicht zu ha⸗ ben als die Lebensaufgabe, Erbprinz von Waldheim auf Waldheim zu ſein, dünkte ihm zu troſtlos; er be⸗


