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Ein junges und ein altes Herz. 245
ſchloß deshalb, Kriegsdienſte zu nehmen, und zwar in demſelben Land, das Agnes bewohnte. Er wußte freilich, daß er ſie nicht ſehen werde, denn er hatte in Erfahrung gebracht, daß ihr Vater eine einſame Puſta in Ungarn angekauft und bezogen, die meilenweit von jeder Stadt entfernt lag; aber er hatte doch die Genugthuung, ihr näher zu ſein, und überdem war Oeſterreich das einzige Land, das ſeinem ariſtokratiſchen Sinne hoch genug ſtand, um dort Dienſte zu nehmen.
Gegen dieſen Plan konnte ſein Vater nichts einzuwenden haben und wendete auch nichts dage⸗ gen ein. Wilhelm ſollte ihn begleiten. Albert wollte ihm durch ſeine Connerionen irgend eine ärzt⸗ liche Stellung auswirken und Wilhelm ging auf die⸗ ſen Vorſchlag ein, weil auch er um jeden Preis fort wollte.
So war denn Alles geordnet. Der Fürſt ſchrieb nach Wien um eine Offizierſtelle für ſeinen Sohn
und erhielt auch ſogleich die Zuſage einer ſolchen in
einem nach der Ankunft ſeines Sohnes in Wien noch zu beſtimmenden Regimente.
Wilhelm ſtudirte Nacht und Tag, um noch ſo viel Wiſſen als möglich mitzunehmen. Roſalie ſchleppte ihm Bücher herbei, ſchrieb Notizen für


