SWechſles Sapilel.
Es war acht Uhr. Wilhelm ſtand ſchon ſeit einer vollen halben Stunde an der Weiherwieſe. Er horchte, ob nicht Fußtritte ſich hören ließen, aber ſein Herz klopfte ſo laut, daß er vermeinte, er könne deshalb nicht das Herankommen der Erwarteten vernehmen. Zwanzigmal war er getäuſcht aus dem Walde heraus⸗ getreten— ſie kam nicht— doch jetzt, ja jetzt ganz ge⸗ wiß täuſchte er ſich nicht— eine Geſtalt kam eilig durch den Baumgang daher— aber— das war Lud⸗ mille nicht!
Es war ein kleines Bauermädchen, ein Liebling Wilhelms, und in ihrer Hand hielt ſie ein weißes leuchtendes Zettelchen.
„Für Sie von der Princeß,“ ſagte ſie zu Wilhelm, der es ihr ſchon entriſſen. Er konnte die feinen Schrift⸗


